C

von
Marita Vandicken, Düsseldorf

 

kleines ABC - C

 

 

 

 

Cara

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...auch ein Traumcollie für mich - aber leider gehört sie nicht mir _sad

Ihr perfekter Körperbau, elegante Ausstrahlung mit wunderschönem Ausdruck, kombiniert mit viel Temperament und einnehmendem Wesen macht sie für mich zu einer Hündin der Extra-Klasse. Falls ihr Frauchen mal gelegentlich nicht so gut aufpassen sollte, werd ich sie wohl einfach kidnappen - auch meine Jungs würden mich dafürnoch mehr lieben... (aber erst brauch ich nen Lottogewinn, damit ich danach die Babies alle behalten kann ...)

 

 

 

 

Collies

 

.... gibt es als die bekannteren Langhaar-Collies und als eigenständige Rasse der selteneren Kurzhaar-Collies. Der FCI-Rassestandard erkennt drei Farbvarianten an: sable-white (zobelfarben mit weissen Abzeichen), tricolor (vorwiegend schwarz mit lohfarbenen Abgrenzungen und weissen Abzeichen) sowie blue-merle (silberblau mit schwarz marmoriert und weissen Abzeichen).

Hündinnen haben eine Schulterhöhe von 51 - 56 cm, Rüden von 56 bis 61 cm. Das Gewicht erwachsener Collies liegt zwischen 18 und 30 kg. Der amerikanische Rassestandard erlaubt jeweils 5 cm mehr, entsprechend schwerer sind die Hunde.

Für jeden Geschmack eines Collie-Interessenten ist der bevorzugte Phäno-Typ zu finden (siehe auch "Collietypen").

Der Collie ist in der Regel ein lernfreudiger, feinfühliger und sanfter Hund, der selten zu Dominanz neigt und eher den Wunsch hat, seinem Halter zu gefallen, entsprechend einfach ist er zu erziehen. Auf unangemessene Härte oder Grobheiten reagiert er mit Sturheit, manchmal auch mit Angst. Moderne Erziehungsmethoden auf der Basis von Motivation und positiver Bestärkung sind ideal. Der Collie ist auch für Hunde-Anfänger mit entsprechendem (theoretischen) Grundwissen über Hundeverhalten und Hundeerziehung bestens geeignet. Da er schnell lernt, führen ständige Übungswiederholungen zu Langeweile. Mit seiner Intelligenz schätzt er eher die Abwechslung und das Erlernen neuer Dinge, möchte regelmäßig geistig und körperlich beschäftigt werden, ist aber kein anspruchsvoll fordernder Arbeitshund und schätzt auch regelmäßig ein bequemes Sofa und viele Streicheleinheiten.

Freundlichen Menschen, die ihren Collie liebevoll und konsequent erziehen, ist er ein idealer und sehr anhänglicher Begleithund. Wer einen eigenständigen Hund sucht - der Collie ist glücklich, wenn er möglichst immer in der Nähe seines Menschen ist. An Alleinbleiben muss man ihn - wie jeden Hund - erst schrittweise gewöhnen.

Frühzeitig an Kinder gewöhnt, ist der Collie für hundefreundliche Kinder ein liebevoller Spielkamerad und Beschützer; dass man Kleinkinder nicht mit Hunden allein lässt, gilt aber natürlich auch für den Collie. Auch bei Nicht-Hundefreunden erweckt er - dem "Lassie-Image" sei Dank - meistens Sympathien, was in der heutigen Zeit nicht zu verachtende Stress-Freiheit bringt. Fremden gegenüber verhält sich ein Collie in der Regel desinteressiert bis zugänglich, je nach Erfahrungen oder Wünschen seines Halters.

Ein Collie, dem Wachaufgaben übertragen werden, wird diese zuverlässig erfüllen. Collies mit Jagdverhalten sind eher selten, erst Recht, wenn man schon dem Junghund Jagdspiele verbietet. Collies sind in der Regel weder Draufgänger noch Raufer und somit für die Mehrhundehaltung, Hundetreffen und natürlich auch Hundesport wie Agility, Breitensport, Rettungshundedienst sehr geeignet. Collies sind keine Kläffer - es sei denn, man erzieht sie dazu. Bekannt und sympathisch ist ihre Kommunikationsfreude, denn durch die verschiedensten - leisen - Lautäusserungen "kommentieren" sie gerne, wenn man zu ihnen spricht.

Die Fellpflege (siehe auch "Bürsten") ist - im Vergleich zu vielen anderen langhaarigen Rassen, die schnell zu Verfilzungen neigen  - sehr einfach; gründliches Bürsten alle zwei bis drei Wochen ist ausreichend, im Haarwechsel öfter. Die korrekte Haarstruktur ist schmutzabweisend, d.h. nicht entfernter (Rest-) Schmutz rieselt aus dem Haar, sobald der Collie getrocknet ist. Lange Collie-Haare lassen sich problemlos mit jedem handelsüblichen Staubsauger von Teppichen oder Polstern entfernen.  

 

 

 

 

Collietypen

 

... wie schön, dass es sie gibt und nicht alle Collies gleich aussehen !

Collies unterscheiden sich im äusseren Erscheinungsbild - und zwar nicht nur in den Haarfarben (laut FCI-Rassenstandard sable-white, tricolor und blue-merle), sondern z.B. auch in der Haarfülle, Körpergröße und Statur, im Gesichtsausdruck usw...

So individuell wie die Zuchtziele bzw. Zuchtergebnisse der vielen verschiedenen Züchter sind, so individuell sind dadurch auch die Collies.

Für jeden Interessenten ist der individuelle Collietyp für den eigenen Geschmack zu finden - und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten (auch wenn manche das nie verstehen).  Es gibt sogar Unterschiede innerhalb der sogenannten "amerikanischen Collietypen" (echte Amerikaner sind die, die aus Amerika stammen...) - genauso wie es individuelle "britische Collietypen" gibt (wobei echte Briten logischerweise auf der Insel geboren wurden ...) und es gibt sogar vieleamerikanisch-britisch gezüchtete Collies in Deutschland - und somit deutsche Collietypen-Vielfalt! Meistens unterscheiden sich amerikanische und englische Typen vor allem in der Körpergröße und in Kopf und Ausdruck.

Der amerikanische Collie-Rassestandard erlaubt ein paar cm mehr Schulterhöhe (Hündinnen 56 - 61 cm,Rüden 61 - 66 cm) als der FCI-Rassestandard des britischen Mutterlandes der Collies (Hündinnen 51 - 56 cm, Rüden 56 - 61 cm). Auf Ausstellungen des VDH ode rder FCI muss allerdings nach dem FCI-Rassestandard gerichtet werden.

Je nach Körpergröße kommt es aber auch vor, dass Collies ein Ursprungsland "angedichtet" wird, auch wenn zig Generationen der Vorfahren deutsche Collies waren -  Typisierungen scheinen - je nach Modetrend - werbewirksamer zu sind. Was das "Wesen" oder den Charakter der verschiedenen Collietypen betrifft: wer es als Züchter oder Besitzer nötig hat, den ein oder den anderen Collietypen pauschal als den "besseren Collie" zu beschreiben (oder gar andere Collietypen mieszumachen), hat offensichtlich keine Ahnung von Hundepsychologie. Möglicherweise werden auch dringend Verkaufsargumente gebraucht (was jeden Interessenten warnen sollte ...).

Kein Hund und somit auch kein Collie kann pauschal beurteilt werden. Jeder einzelne Collie hat individuell mehr oder weniger "rassetypische Eigenschaften", ist und bleibt aber trotzdem die individuelle Persönlichkeit, die sich (ähnlich wie beim Menschen oder anderen Säugetieren) zum Teil aus Erbanlagen und zum weit größeren Teil aus Lernerfahrungen ab der Geburt entwickelt. Wo Geschmäcker verschieden sind oder auch Geld eine Rolle spielt, ist es leider oft mit der Toleranz nicht weit her.

Ich kann jedem neuen Collie-Interessenten nur empfehlen, sich selbst eine Meinung zu bilden, indem man sich möglichst viele Collies bei den verschiedensten Gelegenheiten genau ansieht (Ausstellungen, Hundeplätze, Collie-Wanderungen, Züchter-Besuche, Begegnungen im Alltag ...) - der "passende Typ" ist bestimmt dabei.

PS: Nix ohne "pauschale" Ausnahmen in der Vererbungslehre ...:

1. Blondinen sind dumm ...
2. Rothaarige spielen super Tennis ...
3. Männer sind die besseren Autofahrer ... grins

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